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Sicherheitseinrichtungen für Tankanlagensysteme
- Antiheberventil / Heberschutzventil

AntiheberventilEin Antiheberventil verhindert ein mögliches Aushebern der Tankanlage.


Antiheberventil / Heberschutzventil
Bei Anlagen, bei denen der maximale Tankfüllstand oberhalb des tiefsten Punkts der Saugleitung liegt, besteht die Gefahr, dass bei einer Undichtigkeit der Saugleitung der Tankinhalt unbeabsichtigt durch diese Leckagestelle auslaufen kann (aushebern).


Antiheberventil / Heberschutzventil Durch den Einbau von einem Antiheberventil in die Saugleitung kann in den dem Ventil nachgeschalteten Anlagenteilen das unbeabsichtigte Aushebern von Heizöl verhindert werden. Das Ventil wird oberhalb des maximalen Flüssigkeitsstandes gemäß den Herstellervorgaben eingebaut. Antiheberventile dürfen bei Ein- und Zweistrangsystemen nur in die Saugleitung eingebaut werden.

Das wartungsfreie Membran-Antiheberventil (MAV) arbeitet mit Federkraft. Beim Stillstand des Brenners sperrt ein durch Federkraft beaufschlagter Kolben die Saugleitung ab. Wenn der Brenner einschaltet, wird in der Saugleitung durch die Ölpumpe ein Unterdruck erzeugt. Dieser Unterdruck wirkt auf eine Membran im MAV, die über einen Stößel den Sperrkolben anhebt. Durch den Unterdruck während des Brennerbetriebs bleibt das MAV geöffnet. Tritt nun eine Undichtigkeit in der Saugleitung auf, so verringert sich der Unterdruck an der Membran, und der Kolben sperrt durch die Federkraft die Leitung ab.

Vor dem Einbau eines MAV ist zu prüfen, ob die Gegebenheiten vor Ort eine einwandfreie Funktion erlauben. So darf einerseits kein zu hoher Unterdruck in der Saugleitung auftreten, da es sonst zu Anlagenstörungen durch Ausgasungen des Heizöls kommen kann, was bereits ab einem Unterdruck von 0,3 bis 0,4 bar möglich ist. Andererseits ist ein gewisser Unterdruck zum Öffnen des MAV erforderlich. Die Höhe des am MAV anstehenden Unterdrucks ist u. a. abhängig von der Höhendifferenz sowie von der Länge und Dimensionierung der Saugleitung.

MAV gibt es sowohl für verschiedene Höhendifferenzen als auch stufenlos einstellbar im Handel. Sind im Einzelfall zu große Druckdifferenzen zu befürchten (dies führt zu Ölverschäumungen und Brennerstörungen), empfiehlt sich die Verwendung eines nachfolgend beschriebenen Magnetventils.

Eine Alternative zum MAV ist das Magnetventil. Es wird an gleicher Stelle wie das MAV in die Saugleitung eingebaut und ist stromlos geschlossen. Läuft der Brenner an, so wird über eine Steuerleitung das Ventil geöffnet und gibt die Ölversorgung frei. Kommt es zu einer Leckage, so reißt die Flüssigkeitssäule in der Saugleitung ab, und der Brenner geht automatisch auf Störung. Mit dem Abschalten des Brenners schließt das Magnetventil und verhindert danach ein Aushebern des Tankinhalts.

Allerdings gilt für das Magnetventil gegenüber dem Membran-Antiheberventil, dass ein höherer Installationsaufwand erforderlich ist (zusätzlicher elektrischer Anschluss).
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